Was ist Heilung? Wodurch geschieht sie? Was können wir beitragen? 

Was verhindert sie? 

Die Worte „Wunde“ und “ Wunder“ haben ihre Wurzeln im althochdeutschen “ wuntar“ (Unmenge und Verwunderung) und „wundar“ (Plötzliches). Jede Verwundung birgt also das Wunder der Heilung in sich. 

Schauen wir uns zuerst einmal unser Verhältnis zu Krankheit und Leid an.

Allgemein gilt, der Schmerz muss so schnell wie möglich weg. Das ist verständlich, aber wo ist unser „innerer Krieger“, der im Kampf mit und um das Leben seine Wunden mit Stolz trägt? 

Wo ist die Achtung und Würdigung unserer Verletzungen? Wie kommen wir bloss darauf, etwas falsch gemacht zu haben und deshalb krank zu sein?

In jedem Leid (ohne, dass ich hier Werbung dafür machen möchte), liegt ein grosses Potential zur Transformation. 

Heilung ist Wandel und so braucht es unsere Verwundungen um wirklich heil zu werden.

„Der Schmerz ist der

grosse Lehrer der Menschen, 

unter seinem Hauche 

entfalten sich die Seelen“

schrieb Marie von Ebner Eschenbach

Das, was wir nicht sehen, die Not, die wir nicht in Worte fassen können, das was wir nicht so einfach in unser Bewusstsein hineinlassen, bringt unser Körper in die Fühlbar- und Sichtbarkeit. Er macht die Seele sehend und weise. Auch wenn es weh tut, es ist immer ein Gesundungsprozess. 

Wir sind als „Verwundete“, die ihr Schicksal tragen, viel gesünder als die Kranken, die ihre Symptome unterdrücken und so dem Wandel und der Heilung ihres Seins (meist unbewusst) im Wege stehen. Irgendwann im Laufe unseres Lebens stellt sich die Frage, ob wir uns, unser Leben aushalten. Es ist absolut verständlich, dass es Zeiten gibt und geben darf, in denen wir schwach sind und froh um kurzfristige Erleichterung. Nur ist dies leider eine Sackgasse und diese sollte nicht zu einer Dauerwohnstätte werden. 

Wenn Du WIRKLICH Heilung möchtest, beginne zuerst mit der Würdigung Deiner Schmerzen. Lobe Dich, erkenne an, was Du bereit warst und bist auf Dich zu nehmen, um Deine Entwicklung zu fördern und Deinem wahren Wesen näher zu kommen. 

Erst dann rufe den Geist der Heilung.

Sei absolut offen, sei unerschütterlich in Deinem Glauben an Wunder, sei bereit das zu opfern, was die Heilung blockiert.

Rufe alle Helfer, die Dir einfallen. Rufe Aeskulap und Apollon, die Heilsgötter, sprich zu Hildegard von Bingen,der weise Frau,kreiere Dir ein buntes Wunder/ Zauber / Heil – Bündel, bete leidenschaftlich, innig aus ganzem Herzen um Heilung.

Öffne dann die gefalteten Hände und lasse ihn los, den Zaubervogel Phoenix, dessen Wesen einzig und alleine die Wandlung ist. Lasse ihn aufsteigen in den Himmel. Sei ohne weiteres Wollen und Warten. Vertraue dem grossen göttlichen Plan und der höheren Ordnung.

Unsere Heil- Wünsche gelingen also am besten, indem wir zuerst 100% akzeptieren, dass das, was ist, gut und sinnvoll ist, wie es ist. Dann bitten wir inbrünstig mit unserem ganzen Sein, wir wünschen und kreieren mit allem, was uns zur Verfügung steht, um es dann einer höheren Ordnung zu übergeben. 

Alles ist möglich, aber vielleicht ist nicht jetzt sofort für jeden der Wandlungsprozess abgeschlossen. 

Bis es soweit ist, liegt es an uns, ob wir gesunde Kranke sein möchten, die das Leben umarmen und sich trotz aller Schwierigkeiten vom Leben geliebt fühlen und es nehmen und lieben, so wie es ist.

Der heilige / heilende Raum der Wunder steht immer offen.

Lasst uns eintreten. 

Ingrid Zinnel

Es gibt viele Möglichkeiten dem starken, gesunden Seelenanteil zu begegnen, um ihn kennenzulernen und für die Heilung zu aktivieren. Ganz besonders geeignet ist die Aufstellungsarbeit. Hier sehen, fühlen und integrieren wir unbewusste, auf uns wartende Kräfte am intensivsten. Unsere Seelen sind immer auf der Suche nach Vollkommenheit, Ordnung und Gesundheit.