31 März 14 h 37

Die zwei Schwerter

Jeder Waage- Vollmond trägt die Spannung zwischen dem zielgerichteten Wollen des Menschen ( Widder- Sonne) und dem, was er dann in der Welt vorfindet, in sich. Das Streben in Harmonie zu leben, bezieht sich nicht alleine auf Personen, ( wie man es der Waage oft zuschreibt), sondern auf alles, was uns begegnet – letztlich auf alles, was nicht „Ich“ ist. Die kommende Vollmondkonstellation erhöht und beschwichtigt mit einem Quadrat zu Mars/ Saturn diese Spannung und kann so zu einer Bewusstseinserweiterung betragen. Schon immer wurde das magisch/ helle Licht des vollen Mondes als Geburtshelfer für weit reichende  Erkenntnisse genutzt und gefeiert.

Saturn, als Hüter einer höheren Ordnung, hält in dieser Nacht – wie so oft – seine schützende Hand über Mars, über unser subjektives Wollen, unser „Schwert“.

Die Energie dieser Konstellation wirkt, wenn wir uns darauf einlassen – wie ein homöopathisches Mittel. Es ist der richtige Zeitpunkt etwas aufzuarbeiten, damit wir lernen weicher und offener mit Schicksals – Hürden umzugehen. Erinnern wir uns, wie sehr wir in verschiedensten Situationen unseres Lebens gekämpft und dann verletzt verloren haben. Unsere Energie verfehlte das gewünschte Ziel, unser Schwert fiel uns zerbrochen aus der Hand.

In Wut, Ärger und Enttäuschung kann der Mensch darin weder Schutz, noch einen göttlichen Plan sehen.
Aber mit Abstand (jetzt Zb), verstehen wir meist den Sinn. Wir können sehen, was Gutes daraus erwachsen ist und vor was uns das „Misslingen“ bewahrt hat.

Etwas, was man nicht bekommen hat, muss dennoch- auch wenn es erst einmal nicht logisch erscheint- verabschiedet werden.

So holen wir uns die, im Widerstand gespeicherten Energien in unser Leben zurück.

Wie (Wolframs) Parzival haben auch wir zwei Schwerter.

Ihn bewahrten die Götter durch das Zerbrechen des „Ither- Schwertes“davor gegen seinen Bruder in einen tödlichen Kampf zu treten. Dies ist ein Symbol für die zeitweise Blindheit mit der wir uns in Ideen und Vorstellungen verlieren, die uns von uns selbst und unserem Lebensweg entfremden. Dem zweiten Schwert, dem Gral- Schwert  wird eine Zauberwirkung zugeschrieben, die unverwundbar macht.

Allerdings muss der Besitzer die Segensformel kennen, er muss die Gabe haben zu „hören“. Mythologisch wird sie auch mit Berufung und Gewissen gleich gesetzt.

Also ein wahres Saturn- Schwert, das seine ganze Kraft im Dienste des Schicksals entfaltet.

Durch Nachgiebigkeit und Kenntnis dessen, was ansteht, lernen wir das heilige/ heilende Schwert zu führen und uns von ihm führen zu lassen.

Sobald sich unser Wille auf den Willen des Lebens ausrichtet, gewinnen wir gleichermassen die Harmonie des Augenblicks und die Kraft des Vorwärtsstrebens.

So, nur so, entfaltet das Gral- Schwert seine verbindenden Wunderkräfte und das ehemals Unvereinbare findet sich friedvoll und Glück bringend in unseren Seelen.

Mögen alle Wesen in Frieden leben

Ingrid