| Es muss das Herz ... |
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WaageUnser Paar hat also die Ernüchterungsphase überwunden und ist vorgerückt auf Feld sieben und stösst dabei auf eine ganz einfache, banale Tatsache, die jedoch eine grosse Tragweite hat: "Du bist nicht ich, du bist anders als ich." Da hilft auch keine Anpassung. ( Es gibt allerdings Menschen, die dies nicht wahrhaben wollen und solange wie möglich unter einer enormen Anpassungsanstrengung auf Feld sechs bleiben wollen.) Mit dieser einfachen und doch bis ins Mark erschütternden Erkenntnis beginnt nun endlich das, was wir Partnerschaft nennen. Ich bin einem part (engl. part = Teil) von mir begegnet, den ich nicht (mehr?) in mir trage, den ich quasi nach aussen abgegeben habe, und der mir nun - Mensch geworden - entgegen kommt. Dem Mann kommt die Frau entgegen, dem Ruhigen der Laute, dem Geizigen der Verschwender, dem Sesshaften der Nestflüchter usw. Jeder mag jetzt sagen, ich bin gottlob nicht wie du und doch ist er Tag und Nacht mit dem anderen zusammen, wie zwei Seiten einer Medaille. Wen interessiert es, das sich jeder (noch!) für die bessere Hälfte des Ganzen hält. Ausgerechnet in der Waage, dem Prinzip, dass seit alters her für Beziehung steht, wird uns bewusst, dass wir erst am Anfang stehen. Hier stellen wir fest, wie weit entfernt der andere von uns, von unseren Werten, Wünschen und Bildern ist. Das Licht der Liebe erschafft den grössten Schatten: stärkste Polaritäten.
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