| Es muss das Herz ... |
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SteinbockJetzt können sich zwei Menschen auf etwas Drittes, auf eine gemeinsame Aufgabe konzentrieren. Hier im zehnten Feld werden sie "in den Dienst" genommen. Die Liebe erschafft die grössten Werke. Liebe zeugt nicht nur Kinder sondern ist auch Fundament für Schöpferisches in jeder Richtung. Rilke schrieb nach langem Schweigen wieder grosse Gedichtzyklen, als er mit Lou Andreas-Salome zusammenkam. Vielleicht gibt es kein grosses Werk ohne den Hintergrund der Liebe. Natürlich hat nicht jedes Paar eine öffentliche Aufgabe, es reicht aus, dass sie etwas gefunden haben, was grösser ist als sie selbst. Dieses "grösser" misst sich nicht an äusserem Erfolg und Bekanntheit. Stehen zwei am "richtigen" Ort, tragen sie alleine dadurch dazu bei, die Welt zu wandeln, dass sie bereit waren die Wirklichkeit in einer Art Ko-Autorenschaft neu entstehen zu lassen. Novalis spricht hier von "Wechselreizung". Moeller sagt dazu: "Nichts beschränkt sich auf zwei alleine. Diese zwischen zweien erzeugte Realität wirkt in den gesellschaftlichen Raum hinein" (und über das Gesellschaftliche hinaus) "immer und von jeder Zweierbeziehung aus, die sich etwas bedeutet." Sobald unsere beiden Protagonisten diese Aufgabe erfüllt haben, könnten sie doch auseinander gehen - oder ?
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