| Es muss das Herz ... |
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JungfrauDie Arbeit dieser Phase beginnt zumeist ganz harmlos: "Ich habe dir schon so oft das Frühstück gemacht, jetzt bist Du an der Reihe!" "Dafür habe ich dir dieses oder jenes als Ausgleich geboten. Du aber........!" Wo ist die Anerkennung, wo der rote Teppich geblieben? Die ehemaligen Diener des Egos des anderen sind des Dienens müde und wenden sich eigenen Interessen zu. So wird der Beziehungsraum seines Glanzes beraubt und bleibt zurück wie ein geplünderter Weihnachtsbaum. Nicht sehr viele Paare bleiben im Angesicht des ewigen "Zahnpasta-Streites" freiwillig zusammen. Die meisten haben sich schon äussere Abhängigkeiten geschaffen, die sie an einem schnellen Abgang hindern. Schön, wenn ein Paar dieses Jungfrau-Feld durchmisst und dabei lernt. Denn es gibt wahrlich viel zu lernen. Die Beziehung wird ernster, es wird um Gerechtigkeit und Ausgleich gerungen. Der andere soll nicht mehr vom Kuchen der Liebe bekommen als man selbst. Genau betrachtet ist es dieser Anpassungsprozess, der eine Beziehung erst möglich macht. Man versucht zu vernünftigen Alltagsregelungen zu kommen. Das Miteinander-Auskommen entscheidet über die Qualität der Liebe. Sie beruht auf der Fähigkeit zum Abkommen. Schnell stellt sich heraus, dass nicht jeder dafür die gleichen Voraussetzungen hat, nicht in diesem Punkt und nicht in anderen. Allmählich kristallisieren sich auch bei den ehemals "Gleich-und-Gleich-Paaren" die schärferen Kanten der Gegensätzlichkeit heraus. Wenn endlich die "Zahnpasta-tube" am Platz ist, kann die wirkliche Arbeit, die Beziehung beginnen.
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